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Schwarz-Weiß fotografieren statt schwarz sehen

Eine reizvolle Möglichkeit dem Alltag und der Nachrichtenflut zu entfliehen, besteht darin sich fotografisch auf ein Thema zu konzentrieren. Versuch es doch mal mit Schwarz-Weiß!

Geschwätzige Farben

„Farbe ist zu geschwätzig“ (Robert Häusser, 1924 – 2013, dt. Fotograf)
Die s/w Fotografie stellt durchaus einen Kontrast zu den derzeit vorherrschenden Bildern in bunten Frühlingsfarben dar – die Bilder fallen daher besonders auf.
Einmal darauf aufmerksam geworden, verlockt es den Betrachter zu genauerem Hinsehen und zum Erforschen der wesentlichen Bildinhalte.
Da Emotionen allein durch Formen und Handlungen im Bild hervorgerufen werden, wird vom Betrachter – oder auch vom Fotografen, der sich damit beschäftigen und reflektieren möchte eine Kernaussage sofort und tiefgreifend erkannt.

Das Spiel mit Schatten

Ein Aspekt, der mich persönlich an der Schwarz-Weiß Fotografie besonders reizt, ist das Einfangen von Schatten. Der im Moment herrliche Sonnenschein unterstützt dieses Vorhaben und macht mich gleichzeitig zeitlich unabhängig, da ich nicht auf das weiche Licht der Morgen- und Abendstunden angewiesen bin. Gleichzeitig bietet eine Wohnung, ein Garten oder die Kulisse auf einem Spaziergang eine Fülle an Möglichkeiten.
Was fällt mir beim Betrachten der Motive auf, wenn ich mich ganz auf die Bildaussage einlasse?
  • Schatten können mein Hauptmotiv noch stärker hervorheben, indem es gleich ein zweites Mal abgebildet wird
  • Es ist eine Tatsache, dass es – auch im Leben – nur dort Schatten geben kann, wo auch Licht ist. Es verändert schlagartig die Stimmung, wenn man sich überlegt, welche Lichtquelle diesen Schatten überhaupt hervorgerufen hat. Dem möglicherweise spontanen negativen Impuls kann man dadurch begegnen, indem man sich ins Gedächtnis ruft, wie warm zum Beispiel an diesem Tag die Sonne schien, wie fröhlich einen der Sonnenschein eigentlich gemacht und den Tag begleitet hat und welche positive Energie ich mit dieser Lichtquelle und der abgebildeten Aktivität verbinde. Man darf auch ein Stück weit dankbar sein, dass einem das Licht dieses spannende Bild beschert hat. Sollte man sich zu sehr in „schattigen“ Gefühlen verlieren, kann man sich auch das bekannte Zitat ins Gedächtnis rufen:

    „ Wende Dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter Dich“ (Aus Afrika)
  • Die Entscheidung beim Bildaufbau besonderen Wert auf den Schatten zu legen, könnte möglicherweise auch darauf abzielen, dem Betrachter Folgendes zu vermitteln: Alles/Jedes Ereignis, jede Aktion wirft quasi einen Schatten. Es hat in jedem Fall eine Wirkung auf die Außenwelt und ruft eine Reaktion, ein Gefühl oder eine Handlung in meinem Umfeld hervor.
  • Sozusagen frei nach dem Motto: Actio gleich Reacto nach Isaac Newton.
    Auch hier dürfen wir uns nicht davon hinreißen zu lassen, diese Aussage unbedingt negativ zu bewerten, im Sinne von: Meine Handlung verursacht Schatten. Denn das kann ja durchaus positive Auswirkungen haben. Dafür darf man sich nur mal den wohltuenden Effekt vorstellen, wenn ich einen Sonnenschirm für mich oder meine Lieben aufspanne.
Ich hoffe, ich konnte Euch ein wenig den Alltag vergessen lassen und Euch dazu motivieren, sofort nach den nächsten Schatten zu suchen und zu einer Kamera zu greifen. Vielleicht schwebt Euch ja auch ein Stilleben aus den Euch umgebenden Alltagsgegenständen vor.
Ich lasse mich überraschen und freue mich über Eure Bildergebnisse und dass wir uns vielleicht schon bald mal wieder persönlich auf einem Workshop treffen und austauschen können.
 
Fotos: Uli Schwägerl

Nehmt Euch ausreichend Zeit – manche Motive erschließen sich erst, wenn Du Dich auf das Thema einlassen kannst und nach aufmerksamem Beobachten.

„Ich nahm mir 7 Jahre Zeit um zu schauen“
(Sebastiao Salgado, brasilianischer Fotograf; geb. 1944)

Nun so lange dauert es bei Euch hoffentlich nicht, aber:
Fühlt Euch frei selbst zu experimentieren und setzt der Fantasie keine Grenzen.
Ich wünsche Euch viel Spaß am Experimentieren und Gestalten,
wunderbare Fotomotive,
viel Freude beim Fotografieren
und gelungene Aufnahmen!
 
Eure Fototrainerin aus Riedenburg, Uli Schwägerl
 
Uli Schwägerl

Geschrieben von : Uli Schwägerl

Uli Schwägerl ist Fototrainerin bei "Fotografieren verbindet". Ihre fotograischen Schwerpunkte findest du auf ihrer Internetseite "Foto-Momente Schwägerl".

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